Deutsche Meisterschaften U18/20, Ulm

Bei den Deutschen Meisterschaften der U18 und U20 in Ulm waren Athletinnen und Athleten der SG Wenden, der LG Südsauerland sowie der Olper Leichtathletik vertreten.

Los ging's direkt am Freitag in der U18 mit den 4 * 100 m Staffel. Im Halbfinale liefen Emma R., Annica D., Alina H. und Julia H. in 46,97 sek. in den Finallauf. Dort konnten sie ihre Leistung um 2/100 steigern und liefen auf Platz 3. Nach einem Protest aufgrund von Behinderungen wurde die Siegermannschaft disqualifiziert und die Olper Leichtathletik kann sich über Platz 2 freuen.

Annica D. startete darüber hinaus über die 100 m. Der Vorlauf war mit 12,16 sek. schon sehr gut. Im A-Finale steigerte sie sich noch um 6/100 sek. Damit durfte sie sich über Platz 4 freuen.

Emma R. ging über die 200 m an den Start. Aufgrund eines Starkregens waren die Läufe zu Zeitendläufen erklärt worden. Emma musste aufgrund von Leistenproblemen auf der Strecke den anderen Läuferinnen Vorrang lassen und kam mit 25,69 sek. auf Platz 14. Alle freuen sich über diese Leistung und auch über die Leistung von Paula S. von der LG Südsauerland, die mit 25,97 sek. auf Platz 18 kam.

Am Freitag ging bereits Wiebke R. über die 400 m Hürden an den Start. Mit 66,69 sek. erreichte sie Platz 23. Aufgrund der starken Hitze an diesem Tag eine achtbare Leistung.

Das U20-Team Luisa S., Wiebke R., Cathrin E. und Alina F. gingen in der U20 über die 4*100 m an den Start. Leider klappte ein Wechsel nicht so recht und das Team musste aufgeben. Wenn man die monatelangen Vorbereitungen betrachtet, ist es mehr als schade, dass das avisierte Ziel nicht erreicht werden konnte.

Für die SG Wenden hatten sich die beiden Lauftalente Johanna Pulte und Alexander Lind qualifiziert.

Für die junge Olperin Johanna Pulte war bereits die Qualifikation für die nationale Meisterschaft ein großer Erfolg. Die 16-jährige Läuferin, die sich somit in ihrem ersten Jahr der U18 befindet, stand über die 1500m im ersten von zwei Halbfinalläufen am Start. Trainer Egon Bröcher berichtet von einem taktisch geprägten Rennen: "Bis ca 1300m blieb das Feld eng zusammen, das Tempo war entsprechend eher geringer. Dann kam es zu einem Schlussspurt, in dem Johanna einige Läuferinnen hinter sich lassen konnte." Sie erreichte am Ende den siebten Platz in ihrem Lauf und konnte sich mit der Zeit von 5:06,75min letztendlich nicht für das Finale qualifizieren, da im zweiten Vorlauf von Beginn an ein höheres Tempo angeschlagen wurde.

Dennoch zeigten sich Trainer und Athletin vom Auftritt auf der DM-Bühne zufrieden.

Eine besondere Inszenierung zeigte wieder einmal Alexander Lind. Über die 400m konnte er sich im zweiten von vier Vorläufen noch gerade so für das B-Finale qualifizieren. Ob die eher enttäuschende Zeit von 50,98sec den hohen Temperaturen - 37°C auf der roten Tartanbahn - oder der Nervosität geschuldet waren, bleibt für Trainer und Athlet ein Rätsel. Die Analyse der Ergebnisse der starken Konkurrenz machten aber klar, dass der junge Wendener selbst mit seiner Saisonbestleistung auch im B-Lauf kaum Chancen haben würde. So konnte er am Folgetag ohne großen Erfolgsdruck an den Start gehen... und letztlich allen zeigen, was er eigentlich drauf hat.

Man muss sich immer wieder vor Augen halten, welch großer Einsatz, welch Energie, welch Ansporn es braucht, zu den besten Teams und Einzelkämpfern auf Deutschlandebene zu gehören. Da ist die Qualifikation allein schon sensationell.