Categories: Leichtathletik
      Date: May 19, 2017
     Title: Julian Gutstein und Alexander Lind trumpfen auf
Nicht immer sind die Kreismeisterschaften über die Mittelstrecken so vom Wetter begünstigt wie an diesem Tag. Sonne satt, gute Lauftemperaturen und viel Optimismus bei den Aktiven, die nicht nur aus dem Kreis Olpe kamen.

„Es gibt auch viele auswärtige Athleten, die diese Gelegenheit bei uns in Gerlingen nutzen, um die Normen für die verschiedenen Meisterschaften anzugreifen“, so Landestrainer Egon Bröcher, der auch Talente aus der Region eingeladen hatte.

Nicht immer sind die Kreismeisterschaften über die Mittelstrecken so vom Wetter begünstigt wie an diesem Tag. Sonne satt, gute Lauftemperaturen und viel Optimismus bei den Aktiven, die nicht nur aus dem Kreis Olpe kamen. „Es gibt auch viele auswärtige Athleten, die diese Gelegenheit bei uns in Gerlingen nutzen, um die Normen für die verschiedenen Meisterschaften anzugreifen“, so Landestrainer Egon Bröcher, der auch Talente aus der Region eingeladen hatte.

Und doch waren es allen voran Julian Gutstein (SC Fretter) und Alexander Lind (SG Wenden), die in Gerlingen für die Highlights aus heimischer Sicht sorgten. Auf dem Schritt zur Norm der U18-DM musste Julian Gutstein zunächst einmal die Zwei-Minuten-Grenze knacken – und das schaffte er dank eines beherzten Rennens und eines Top-Tempomachers, nämlich Marco Giese (SG Wenden). Als die Uhr für den jungen Mann aus dem Frettertal bei 1:59,45 Minuten stehenblieb, war die Freude über diese Bestzeit weitaus größer als die Enttäuschung, die DM-Norm um eine knappe halbe Sekunde verpasst zu haben.

„Ich bin optimistisch, dass das noch klappt“, war Julians erster Kommentar. Ihm war deutlich anzumerken, dass eine Last von ihm gefallen war. „Das war für den Kopf wichtig, er braucht jetzt nicht zu verkrampfen“, sieht auch Trainer Joachim Sasse seinen Schützling auf einem guten Weg, „es kommen noch genügend Gelegenheiten, um die Qualifikation zu erfüllen.“

Obwohl Alexander Lind (M15) mit 2:04,24 Minuten die Norm für die Deutschen Meisterschaften der U16 knackte, war sein Trainer Egon Bröcher gar nicht so sehr glücklich darüber. „Klar, ich freue mich über seine Zeit. Aber ich weiß nicht, ob es grundsätzlich gut ist, in diesem Alter deutsche Schülermeisterschaften auszutragen. Das kann doch dazu führen, dass Talente frühzeitig verheizt werden, wenn zu sehr auf Schnelligkeit getrimmt werden.“

Dass es eine hochkarätige Veranstaltung war, ist auch den Gästen, darunter als Zuschauerin Sabrina Mockenhaupt, zu verdanken. Der Düsseldorfer Maximilian Thorwirth lief (außer Konkurrenz) über 1500 Meter mit 3:45,69 Minuten eine Zeit, die hier ihresgleichen sucht. „Das dürfte Stadionrekord sein“, merkte Moderator Kunibert Rademacher an, der auch andeutete, dass dies die letzte Veranstaltung auf der alten Bahn gewesen sein könnte. „Die Gelder für eine neue Kunststoffbahn sind schon bewilligt.“

In den Einlagewettbewerben über 5000 Meter spielte Christian Biele (SGW) seine ganze Routine aus, als er Jonas Hoffmann (LG Kindelsberg Kreuztal) zunächst weit davonziehen ließ, um ihn aber drei Runden vor dem Ende einzufangen und mit guten 15:19,97 noch deutlich zu distanzieren. Auch Markus Mockenhaupt(SGW) unterbot sehr zur Freude seiner Schwester Sabrina mit 15:49,79 Minuten die 16-Minuten-Marke. Ebenso war Christl Dörschel, die leicht angeschlagen ins Rennen ging, mit ihrer Sieger-Zeit von 17:55,22 Minuten sehr zufrieden.