Die Stars von morgen
Verbands-News
17.11.2017 17:14

United by Football. Ein Turnier für alle.

2024 wollen wir die Fußball-Europameisterschaft nach Deutschland holen. Gemeinsam mit allen wollen wir zeigen, dass die soziale Kraft des Fußballs alle Menschen vereint. Egal, aus welchem Land wir kommen, welcher Religion wir angehören, welches Alter wir haben oder welche Gegensätze auch immer zwischen uns stehen. Fußball ist für alle da und unsere gemeinsame Freude und Leidenschaft. Ganz Europa soll sich im Gastgeberland Deutschland zu Hause fühlen und eine weltoffene UEFA EURO 2024 erleben. Setzen wir ein Zeichen für den Fußball und werden Sie von Beginn an Teil unserer Bewerbung.

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17.11.2017 11:41

Gina Lückenkemper wechselt überraschend zum TSV Bayer 04 Leverkusen

Deutschlands schnellste Frau startet ab 2018 für einen neuen Verein: Gina Lückenkemper wechselt nach zwei Jahren bei der LG Olympia Dortmund zum TSV Bayer 04 Leverkusen. Die Deutsche 100-Meter-Meisterin, die bei der Leichtathletik-WM im Sommer in London mit der Nationalstaffel Platz vier belegte, hat in dieser Woche einen entsprechenden Vertrag unterschrieben.

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16.11.2017 09:35

Talkrunde, Workshops und Diagnostik beim “goldgas Talent-Camp NRW”

Drei ereignisreiche Tage liegen hinter den Teilnehmern des ersten „goldgas Talent-Camps NRW“. Der Einladung des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) zum Sichtungslehrgang vom 10. bis zum 12. November in Münster folgten über 100 Leichtathleten, viele in Begleitung ihrer Heimtrainer. Auf dem Programm standen Gesprächsrunden, Leistungsdiagnostiken, Mentalcoaching sowie Training und ein abschließendes Fotoshooting. Neben neuem Wissen und spannenden Erfahrungen nehmen die Nachwuchsathleten zahlreiche neugewonnene Kontakte mit auf die Heimreise.

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Aus- und Fortbildung
Terminkalender

Fun in Athletics

Datum: 9.Dezember 2017
Zusammenfassung: Spass, Teams, gute Laune...
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Die Währung Ehrung


Die Ehrung, so weiß der Volksmund, ist das "Brot des Sportlers"...

Was aber - so stellt sich die Frage - ist,

wenn die Währung Ehrung verwässert also durch Inflation entwertet wird?



1. Der Ausgangspunkt (oder "Sportliche Hygiene")

Wie Juristen bereits zu Beginn ihrer Ausbildung lernen, können formelle Hürden der
Durchsetzung materiellen Rechts entgegenstehen.
Eine ähnliche Wertung ist im Ehrungswesen im Sport vorzunehmen. Will man ein Aus-
ufern vermeiden und einen sichtbaren Rahmen für Ehrungen schaffen, müssen einige
Standards, zu denen auch formelle Mindestvoraussetzungen gehören, gelten. Wie will
man schließlich anders vermeiden, dass sich heute sieben Leute hinsetzen und einen Verband gründen, morgen (untereinander) eine Meisterschaft austragen und über-
morgen ihren so gefundenen Primus als Weltmeister ehren lassen wollen?

Fazit ist insoweit die Voraussetzung eines Mindestmaßes an Organisiertheit und An-
erkanntheit der Sportart und ihrer Verbände, deren Sportler geehrt werden sollen.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) als oberster Dachverband des organi-
sierten Sports in der Bundesrepublik Deutschland kann hier Klarheit bieten und einen
Ausgangspunkt geben. Selbst wenn nach dem eingangs Gesagten mal eine sehr gute
Leistung so nicht erfasst und nicht geehrt würde, sollte zur Nachvollziehbarkeit und
als gewisse "sportliche Hygiene" zur Bewahrung der Werthaltigkeit der gesamten
Ehrung die Anerkennung des nationalen Spitzenverbandes einer Sportart durch den
DOSB sowie nachfolgend die Anerkennung weiterer Verbandsebenen durch diesen Spitzenverband vorliegen.

Sport in Deutschland - Der DOSB und seine Mitgliedsverbände (01/2016)
-> Siehe: 34 olympische (und 28 nicht olympische Spitzenverbände)
Anzahl der Mitglieder der olympische Spitzenverbände: 2015: 21.361.342 / 2014: 21.484.838
Anzahl der Mitglieder der nicht-olymp. Spitzenverbände: 2015: 3.425.219 / 2014: 4.061.959


2. Sportliche Mindest-/Eingangsleistung für eine (Kreis-)Ehrung

a) Meisterschaftsvoraussetzungen:
Mindestens Landesmeisterschaften - also die höchsten Meisterschaften des durch
den vom DOSB anerkannten nationalen (mögl. nur olympischen) Spitzenverband
wiederum anerkannten Landesfachverbandes. Wichtig an dieser Stelle: Gefragt ist
also nicht nach einer z.B. dem Wortlaut nach vorhandenen "Westfalenmeisterschaft",
sondern nach einer Landes(-verbands)meisterschaft!

b) Platzierung:
Platz drei als unterste Stufe des "klassischen Siegerpodestes" wäre ein Vorschlag.
So wären nicht "nur" der Erste oder die ersten Beiden im Fokus, was ebenfalls mit
einer gesellschaftlichen Verantwortung, Wertschätzungen nicht nur dem Ersten zu
verleihen, begründet werden kann.

c) Individual-/Mannschaftsleistungen:
Diese sollten - an dieser Stelle schon aus rein sportpolitischen Gründen - gleich-
gestellt sein. Bei einer Einzel- wie Mannschaftsehrung wäre der dritte Platz einer
Landesmeisterschaft (höchste Meisterschaft des dem LSB NRW angeschlossenen Landesfachverbandes der Sportart) somit die Mindestvoraussetzung für die Ehrung.


3.Alter

Auch das Alter des/der Sportler muss letztlich eine Zugangsbeschränkung zu einer
werthaltigen Ehrung sein. Muss? Ja, denn einerseits sollten die Kandidaten der reinen
Talent-Ausprägung schon merklich entwachsen sein und andererseits ein gewisses
"Trainingsalter" mit sich bringen. Letztgenannter Begriff veranschaulicht gut, dass in
der Ehrung auch das den Erfolg ermöglichende Training reflektiert werden sollte.
Schließt man Kinder aus, so läuft man schnell Gefahr als diskriminierend oder politisch
inkorrekt angegangen zu werden. Dennoch halten wir den Jugend- und Erwachsenen-
bereich für die richtige Zielgruppe von Sportlerehrungen. Die Klasse U16 (>= 14 J.)
im Einzel- und die U14 angesichts gesellschaftlicher "Verjüngungen" (z.B. G8) im Mann-
schaftsbereich könnten das richtige Eingangsalter bilden.
Bei Abgrenzungen "nach oben" kommt einer die Kreisehrung bündig haltenden Argu-
mentation eventuell noch mehr Wind entgegen. Schließlich sind die Kandidaten oft-
mals selbst Entscheider in Vereinen, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Orga-
nisationen oder stehen in nahem Kontakt zu solchen. Mit Blick auf die Praxis auf "noch
größerer Bühne" (Landes-, Bundesehrungen) sollte zwar das Alter des Sportlers keine
Rolle spielen, aber die Ehrung von Erfolgen in reinen Seniorenwertungen wenn über-
haupt sehr eingeschränkt und nach hinreichender Abwägung erfolgen.


4. Verein / Wohnort:

Hier eröffnet sich auch ein eher "sportpolitisches" Argumentationsfeld. Was ist etwa
gewonnen, wenn je nach Wohnort eine Zugangsbeschränkung zur Ehrung erfolgt?
Man startet zunächst mal weitere Diskussionen: Entscheidet man nach dem Erst-
oder ist auch der Zweiwohnsitz entscheidend?
Wichtig erscheint, dass man auf der Suche nach Straffungsmöglichkeiten nicht den
zweiten vor dem ersten Schritt macht oder gar das "Kind mit dem Bade ausschüttet"
(Anm.: Klar, an dieser Stelle wandern 5 Euro ins Phrasenschwein...). Gemeint ist, dass
als erstes die nächstliegendsten und einfachsten Schritte erfolgen sollten, bevor man
zu solch drastisch eingreifenden Maßnahmen wie der Aussortierung nicht im Kreis OE
wohnender Sportler und Sportlerinnen greift. Eine richtige Anwendung der bisherigen
Richtlinien nach ihrem Sinn und Zweck sowie eine gründliche sportfachliche Würdigung
eingereichter Vorschläge würden bereits einen erkennbar bündigeren Ablauf der Veranstaltung ermöglichen.
Vorteil wäre, dass dadurch die gute Arbeit der kreislichen Vereine auch weiterhin nicht
konterkariert würde. In demografisch schwierigen Zeiten muss es dem Zufall schließlich
erstmal gelingen, ein Talent mit einem fachlich versierten Trainer in einem gut geführten und organisierten Verein zusammen zu bringen...


5. Sonderregelungen (oder: Ausnahmen bestätigen die Regel?)

Der Begriff "Ligastrukturreform" dürfte vor allem den in Ligen verfassten Ballsportlern
unter uns ein geläufiger Begriff sein. Aber was hat dieser Begriff mit Sonderregelungen im Hinblick auf Kreissportlerehrungen zu tun? Zunächst mal soll er veranschaulichen,
dass wir auch hinsichtlich dieser Ehrungen nahezu ständig in einem Sonderregelungs-
zustand leben. Ohne, dass das eigentliche Ehrungsprozedere (Vorschlagswesen, Ehrungsrichtlinien) geändert werden, wirkt eine Ligastrukturreform von außen auf
die Ehrung ein, indem sie Masstäbe verschiebt. Eine Liga, die z.B. die höchst-klassigste
im Landesverband ist, kann diesen Status nach einer solchen Reform verloren haben und eine höhere oder geringer "Klassigkeit" als zuvor haben. Dies kann unbedenklich sein, sollte aber vor allem über längere Zeiträume nicht ganz aus dem Blickwinkel geraten.

Des Weiteren kann es extreme Ungleichheiten zwischen mehreren Sportarten geben,
die ein korrigierendes Eingreifen notwendig machen und keinen direkten Vergleich (1:1) zulassen. Bereits innerhalb einer Sportarten kann es sein, dass ein Landesmeister bei uns ein Potential von mehreren tausend möglichen Konkurrenten hat, wohingegen in einem anderen Landesverband lediglich mehrere hundert potentielle Mitbewerber vorhanden sind. Ähnlich ist dies Sportart übergreifend. Und um hier eventuelle Spitzen etwas zu glätten, können gewisse Maßnahmen angebracht sein.


Transparenz-Projekt
Ehrungen - Ein Aufriss...
Die Währung Ehrung